Warum Roastbeef und Braten nicht dasselbe sind

Worin unterscheiden sich eigentlich das Roastbeef und der Braten? Obwohl es sich in beiden Fällen um ein Fleischgericht handelt, dürfen diese zwei Begriffe nicht synonym verwendet werden. Denn sie unterscheiden sich in der Art der Zubereitung, der Garmethode sowie in der Auswahl des Teilstücks. Zu den Gemeinsamkeiten dieser typisch italienischen sowie angelsächsischen Delikatessen zählt die Tatsache, dass beide traditionellerweise an Sonn- oder Feiertagen serviert werden. Klassische Beispiele sind der italienische Kalbsbraten mit Kartoffeln (arrosto di vitello con patate della domenica) und der berühmte Sunday roast, der üblicherweise in England, Irland, aber auch Australien und Kanada jeden Sonntag serviert wird.

Braten und Roastbeef: die wichtigen Unterschiede

Das Roastbeef, auch Zwischenrippenstück genannt, ist ein Teilstück des Hinterviertels vom Rind, das bei mäßiger Temperatur  stets im Ofen gebraten wird. Typischerweise ist das Roastbeef von außen gesehen sehr dunkel, bleibt im Inneren aber rosa und daher schön saftig und je nach Geschmack auch etwas blutig im Inneren. Deshalb macht die Auswahl des Teilstücks den Unterschied zwischen Roastbeef und Braten.

Vorzugsweise werden für ein Roastbeef das fettige Lendenstück im unteren Rückenbereich des Rinds und das magere Kernstück der Hochrippe verwendet.

Das aus dem Roastbeef geschnittene Steak wird schließlich Entrecôte genannt. In der Regel wird das Roastbeef durch ein Küchengarn in Form gehalten und als 3 – 4 kg schweres Stück im Ofen gebraten, nachdem es ordentlich aromatisiert wurde.

Für den italienische Kalbsbraten hingegen wird normalerweise das Hinterviertel des Schenkels verwendet, das deutlich weniger Fett als das Lendenstück des Roastbeefs enthält. Im Gegensatz zu Letzterem kann der Braten sowohl auf dem Herd, als auch im Ofen gebraten werden. Und hier können auch Gemüse wie Karotten und Fenchel und andere Aromen hinzugegeben werden, um den bereits köstlichen Saft des Fleisches zusätzlich zu würzen.

Wie bereits erwähnt unterscheiden sich der Braten und das Roastbeef aber auch in der Garmethode selbst, denn der Braten muss langsam und auch länger gegart werden. Außerdem wird er zwar ebenfalls mit einem Küchengarn zugeschnürt, kann aber aber auch vom Schwein stammen.

Und noch eine Gemeinsamkeit teilen sich Braten und Roastbeef: Beide können kalt verzehrt werden. So kann der Braten mithilfe anderer Zutaten als Füllung für Snacks und Sandwiches dienen, während das Roastbeef in Kombination mit Cheddar und/oder typisch britischem Ofengebäck wie dem Yorkshire pudding genossen werden kann.

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