Vertikale Gärten: Grüne Lungen für die heimischen vier Wände

Bislang mussten Pflanzenliebhaber auf simple Blumentöpfe oder sogenannte Ampeln zurückgreifen, um die heimischen vier Wände in grüne Oasen zu verwandeln. Dabei gibt es eine noch viel spektakulärere Möglichkeit, Wohnungen in blühende Paradiese zu verwandeln: Die Rede ist von vertikalen Gärten, ein System, mittels dem sich Raumwände in atemberaubende Grünzonen verwandeln lassen.

Bei ‚vertikalen Gärten’ denkt man unwillkürlich an eines der Weltwunder aus der Antike: die hängenden Gärten von Babylon. Es handelte sich dabei um eine aufwändige und auf mehreren Höhenebenen errichtete Gartenanlage am Euphrat, die ein babylonischer König für seine Gemahlin erbauen ließ, damit diese angesichts all der grünen Pracht die Wüstenlandschaft rund um den Herrschersitz vergessen konnte. Vertikale Gärten sind so gewissermaßen kleine Weltwunder für zuhause. Denn auch sie lassen die tatsächliche Umgebung vergessen, zugleich bringen sie für das allgemeine Wohlbefinden einige handfeste Vorteile mit sich.

Labsal für die Seele

Tatsächlich üben vertikale Gärten auf den Betrachter psychologisch einen ähnlich wohltuenden Effekt aus, wie jenen, den sich Babylons Herrscher einst für seine Gemahlin erhoffte. Denn die grüne Wandpracht entspannt wie ein Spaziergang in der Natur, beruhigt die Seele und baut so Stress ab. Ein Effekt, den nicht bloß Pflanzenliebhaber kennen, sondern überhaupt alle, die den Luxus eines Gartens genießen oder sonst gern in freier Natur unterwegs sind.

Verbesserung der Akustik

Vertikale Gärten sorgen jedoch nicht nur für eine spektakuläre Raumverschönerung, begrünte Wände üben auch einige praktische Vorteile aus, die weit über bloße Optik hinausgehen. Speziell bei größeren Wandgärten macht sich zum Beispiel sofort eine Verbesserung in der Akustik bemerkbar. Störgeräusche werden gedämpft und der Raumhall wird auf angenehme Weise reduziert.

Verbesserung des Mikroklimas

Vertikale Gärten wirken sich darüber hinaus vorteilhaft auf das Mikroklima in Innenräumen aus. Denn da die Blätter Feuchtigkeit an die Raumluft abgeben, beugt man so speziell bei Heizperioden allzu trockener Raumluft vor, die rasch zu Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen führt. Vertikale Gärten filtern überdies wie grüne Lungen Schadstoffe wie Abgase oder Zigarettenqualm aus der Luft und reichern die Räume zusätzlich mit Sauerstoff an.

Man muss also nicht unbedingt Besitzer eines Balkons oder eines großen Gartengrundstücks sein, um sich an grüner Pflanzenpracht zu erfreuen. Es reicht aus, die heimischen vier Wände selbst zu begrünen – und das mit einem System, wie es einfacher nicht sein könnte.

 

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