Der Osterhase – treuer Gefährte aller Kinder

Denkt man an Ostern, dann denkt man unweigerlich an die Suche nach bunt gefärbten Eiern am Ostersonntag, die zum Vergnügen der Kinder in Gärten oder im Haus versteckt werden. Fragen die Kinder jedoch, wer sie dort deponiert hat, dann erhalten sie zur Antwort: der Osterhase. Aber mal ehrlich, wer ist dieser hoppelnde Geselle eigentlich?

Um die Antwort vorweg zu nehmen: Zumindest die Verbindung des Osterhasen mit den Ostereiern ist bis heute noch immer unklar. Dabei liegt die Erklärung vermutlich in alten Bräuchen. Und diese haben viel mit christlicher Symbolik zu tun.

Tierische Konkurrenten

Woher der Brauch rührt, zu Ostern Eier zu verschenken, haben wir hier bereits erläutert. Dass sich der Osterhase hingegen im Laufe der letzten Jahrhunderte als ihr Überbringer durchgesetzt hat, ist hingegen nicht so selbstverständlich, wie manche annehmen. Denn er konkurrierte in früheren Zeiten lange mit anderen tierischen Überbringern, darunter der Osterfuchs, der Storch und – was leider auch knapp daneben liegt – dem Hahn.

Erstmalige Erwähnung

Schriftlich erwähnt wird der Osterhase als Überbringer der Ostereier erstmals 1682 – und zwar in der naheliegenden Abhandlung „De ovis paschalibus – von Oster-Eyern“. Und das deutet daraufhin, dass der gelebte Brauch, Kindern vom Osterhasen zu erzählen, schon sehr viel älter ist.

Der Hase als Auferstehungssymbol

Kein Wunder, galt der Hase doch schon lange als christliches Auferstehungssymbol. Und das rückt ihn unweigerlich in die Nähe der Wiederauferstehung Jesu, die zu Ostern gefeiert wird. Überhaupt fanden Hasen vielfach in der christlichen Symbolik Einzug. Warum sich nun aber konkret der Osterhase als Überbringer der Eier durchsetzte, dafür gibt es zwei mögliche Erklärungen:

Die erste ist das sogenannte Dreihasenbild – heute ein Symbol für die heilige Dreeinigkeit – das sich vielfach auf einigen früh bemalten Ostereiern fand. Es liegt daher nahe, ihn auch gleich zum Überbringer der Eier zu erklären. Die zweite Erklärung liefert ein Übersetzungsfehler der Bibel. Denn an einer Stelle wurde das hebräische Wort „schafan“ (Klippdachs) fälschlich mit „Hase“ übersetzt. Seit der Spätantike steht der Hase seitdem für einen schwachen Menschen, der Zuflucht im Felsen (also bei Jesu Christus) sucht.

In Deutschland gibt es übrigens das Osterhasenpostamt, das gewissermaßen das Äquivalent zum Weihnachtspostamt darstellt. Einfach mal danach googeln – denn Kinder, die dort Fragen an den Osterhasen richten, bekommen selbstverständlich Antwort.

 

 

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